Bruno Fischer
bewusste Ernährung

Naturkost – eine gesunde Wahl

Naturkost sind Lebensmittel, die aus Bio-Anbau stammen, gesund und vollwertig sind sowie ethische Kriterien erfüllen. Aber was heißt das genau?
Hier finden Sie zusammengefasst kurze Argumentationshilfen für Naturkost. Die Argumente Bio-Produkte zu kaufen sind zahlreich. Fast täglich sorgen Schlagzeilen über Lebensmittelskandale für Unruhe.

Mehr Vitamine und Mineralstoffe
In Obst und Gemüse aus kontrolliert ökologischem Anbau stecken nachgewiesen mehr Vitamine und Mineralstoffe als in den Produkten aus konventionellem Anbau.

Einfach geschmackvoller
Durch den generell niedrigeren Wassergehalt in Bio-Obst und Bio-Gemüse sind natürliche Geschmacks- und Aromastoffe konzentrierter vorhanden.

Kaum Zusatzstoffe in Bio-Lebensmitteln
In Naturkost-Produkten sind nur ein Zehntel der Zusatzstoffe erlaubt. Künstliche Konservierungsmittel und Farbstoffe gibt im Naturkosthandel nicht. Dadurch sind die Risiken, an Allergien zu erkranken, deutlich geringer.

Niedrigere Nitratgehalte
Biologisch erzeugtes Gemüse speichert deutlich geringere Mengen an Nitrat, da chemisch-synthetische Stickstoffdünger oder leicht lösliche Phosphate in kontrolliert ökologischem Anbau nicht erlaubt sind. Die Gefahr, Nitrate aufzunehmen, die im Körper eventuell zu Krebs erregenden Stoffen umgewandelt werden könnten, ist bei Bio-Produkten kaum gegeben.

Völliger Verzicht auf Gentechnik
Im ökologischen Landbau ist der Einsatz von Gentechnik streng verboten, das schreibt die EU-Ökoverordnung von 1999 vor. Welche Folgen Gentechnik auf lange Sicht haben kann, ist nicht absehbar.

Unbehandeltes Getreide
Bio-Getreide und z.B. daraus gebackenes Brot ist von Natur aus gesund, da es weder gebeizt noch mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gespritzt oder begast wird.

Keine Pestizide
Bei Bio-Obst- und –Gemüseanbau wird auf chemische Spritzmittel grundsätzlich verzichtet. Auch die Behandlung von geernteten Früchten und Gemüsen mit chemischen Mitteln ist nicht erlaubt.

Frei von Bestrahlung
Die Anwendung so genannter Keimhemmungsmittel sowie radioaktiver Strahlung ist bei Bio-Lebensmittel streng verboten.

Viele sekundäre Pflanzenstoffe
Bio-Obst und –Gemüse enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe als Produkte aus konventionellem Anbau, weil durch den Verzicht des Einsatzes von Pestiziden und Mineralstoffedünger bei Bio-Anbau, sich die gesundheitsfördernden Pflanzenstoffe besonders gut entwicklen.

Keine Massentierhaltung
Oberstes Gebot bei der Herstellung von fleischhaltigen Naturkost-Produkten ist eine artgerechte Tierhaltung mit ausreichend Auslauf für die Tiere in der Natur.

Gut fürs Baby
Bio-Produkte machen die Muttermilch gesünder. Die Pestizidbelastung sinkt und der Gehalt an lebenswichtigen Omega-3 Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren steigt deutlich an.

Umweltschonend
Mit dem Umstieg auf Naturkost leisten Sie einen aktiven Beitrag für eine gesunde Umwelt, denn Bio-Bauern wirtschaften im Einklang mit der Natur. Nur die schonende Anbauweise des biologischen Landbaus kann den empfindlichen Kreislauf der Natur erhalten.

Lange Haltbarkeit
Durch eine höhere Trockensubstanz und das festere Fruchtfleisch sind biologisch erzeugte Lebensmittel länger haltbar.

Regionale Vermarktung
Gerade im Naturkost-Laden wird großer Wert auf kurze Wege durch regionale Vermarktung und saisonale Produkte gelegt. So fallen lange umweltschädliche Transportwege, weg und die Produkte kommen schneller und frischer zum Verbraucher.

Energie- und Ressourcenschonend
Ökologische Ziele sind immer auch mit dem Naturkost-Gedanken verbunden. Dazu gehören umweltschonende Herstellungsverfahren ebenso wie geringer Transportaufwand und ökologisch verträgliche Verpackungen.

Fairer Handel
Naturkost bedeutet mehr Gerechtigkeit im nationalen und internationalen Handel. Für die Handelspartner in aller Welt bedeutet das, dass sie für ihre Produkte faire Preise erhalten, von denen sie ihren Lebensunterhalt gut bestreiten können.

Strenge Kontrollen
Ökologische Betriebe, Erzeuger und Verarbeiter werden nach den allgemeinen Lebensmittelvorschriften kontrolliert. Darüber hinaus lassen sie sich aber noch regelmäßig nach der strengen EU-Öko-Verordnung durch unabhängige staatlich zugelassene Kontrollstellen prüfen. Bei den meisten Öko-Verbänden gehen die Kriterien noch über die Vorgaben der EU-Verordnung hinaus.