Naturkost sind Lebensmittel, die aus Bio-Anbau stammen, gesund und
vollwertig sind sowie ethische Kriterien erfüllen. Aber was heißt das
genau?
Hier finden Sie zusammengefasst kurze Argumentationshilfen für
Naturkost. Die Argumente Bio-Produkte zu kaufen sind zahlreich. Fast
täglich sorgen Schlagzeilen über Lebensmittelskandale für Unruhe.
Mehr Vitamine und Mineralstoffe
In Obst und Gemüse aus kontrolliert ökologischem Anbau stecken
nachgewiesen mehr Vitamine und Mineralstoffe als in den Produkten aus
konventionellem Anbau.
Einfach geschmackvoller
Durch den generell niedrigeren Wassergehalt in Bio-Obst und Bio-Gemüse
sind natürliche Geschmacks- und Aromastoffe konzentrierter vorhanden.
Kaum Zusatzstoffe in Bio-Lebensmitteln
In Naturkost-Produkten sind nur ein Zehntel der Zusatzstoffe erlaubt.
Künstliche Konservierungsmittel und Farbstoffe gibt im Naturkosthandel nicht.
Dadurch sind die Risiken, an Allergien zu erkranken, deutlich geringer.
Niedrigere Nitratgehalte
Biologisch erzeugtes Gemüse speichert deutlich geringere Mengen an
Nitrat, da chemisch-synthetische Stickstoffdünger oder leicht lösliche
Phosphate in kontrolliert ökologischem Anbau nicht erlaubt sind. Die
Gefahr, Nitrate aufzunehmen, die im Körper eventuell zu Krebs erregenden Stoffen umgewandelt werden könnten, ist bei
Bio-Produkten kaum gegeben.
Völliger Verzicht auf Gentechnik
Im ökologischen Landbau ist der Einsatz von Gentechnik streng verboten,
das schreibt die EU-Ökoverordnung von 1999 vor. Welche Folgen
Gentechnik auf lange Sicht haben kann, ist nicht absehbar.
Unbehandeltes Getreide
Bio-Getreide und z.B. daraus gebackenes Brot ist von Natur aus gesund, da es
weder gebeizt noch mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gespritzt oder
begast wird.
Keine Pestizide
Bei Bio-Obst- und –Gemüseanbau wird auf chemische Spritzmittel
grundsätzlich verzichtet. Auch die Behandlung von geernteten Früchten
und Gemüsen mit chemischen Mitteln ist nicht erlaubt.
Frei von Bestrahlung
Die Anwendung so genannter Keimhemmungsmittel sowie radioaktiver Strahlung ist bei Bio-Lebensmittel streng verboten.
Viele sekundäre Pflanzenstoffe
Bio-Obst und –Gemüse enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe als
Produkte aus konventionellem Anbau, weil durch den Verzicht des Einsatzes von
Pestiziden und Mineralstoffedünger bei Bio-Anbau, sich die
gesundheitsfördernden Pflanzenstoffe besonders gut entwicklen.
Keine Massentierhaltung
Oberstes Gebot bei der Herstellung von fleischhaltigen Naturkost-Produkten ist eine artgerechte Tierhaltung
mit ausreichend Auslauf für die Tiere in der Natur.
Gut fürs Baby
Bio-Produkte machen die Muttermilch gesünder. Die Pestizidbelastung
sinkt und der Gehalt an lebenswichtigen Omega-3 Fettsäuren und mehrfach
ungesättigten Fettsäuren steigt deutlich an.
Umweltschonend
Mit dem Umstieg auf Naturkost leisten Sie einen aktiven Beitrag für
eine gesunde Umwelt, denn Bio-Bauern wirtschaften im Einklang mit der
Natur. Nur die schonende Anbauweise des biologischen Landbaus kann den
empfindlichen Kreislauf der Natur erhalten.
Lange Haltbarkeit
Durch eine höhere Trockensubstanz und das festere Fruchtfleisch sind biologisch erzeugte Lebensmittel länger haltbar.
Regionale Vermarktung
Gerade im Naturkost-Laden wird großer Wert auf kurze Wege durch
regionale Vermarktung und saisonale Produkte gelegt. So fallen lange
umweltschädliche Transportwege, weg und die Produkte kommen schneller
und frischer zum Verbraucher.
Energie- und Ressourcenschonend
Ökologische Ziele sind immer auch mit dem Naturkost-Gedanken verbunden.
Dazu gehören umweltschonende Herstellungsverfahren ebenso wie geringer
Transportaufwand und ökologisch verträgliche Verpackungen.
Fairer Handel
Naturkost bedeutet mehr Gerechtigkeit im nationalen und internationalen
Handel. Für die Handelspartner in aller Welt bedeutet das, dass sie für
ihre Produkte faire Preise erhalten, von denen sie ihren
Lebensunterhalt gut bestreiten können.
Strenge Kontrollen
Ökologische Betriebe, Erzeuger und Verarbeiter werden nach den
allgemeinen Lebensmittelvorschriften kontrolliert. Darüber hinaus
lassen sie sich aber noch regelmäßig nach der strengen
EU-Öko-Verordnung durch unabhängige staatlich zugelassene
Kontrollstellen prüfen. Bei den meisten Öko-Verbänden gehen die
Kriterien noch über die Vorgaben der EU-Verordnung hinaus.

